Saunieren - ein Erlebnis mit Ganzkörperwirkung
Die Wirkungen eines Saunabades sind sehr umfassend für den ganzen Körper einschließlich der Psyche. Sie betreffen den Wärme- und den Wasserhaushalt, den Herz- und Blutkreislauf, Haut und Nieren sowie das Nervensystem und die hormonellen Steuereinrichtungen des Körpers.
Ein Saunabad fördert:
- die Entspannung von Muskulatur und Psyche
- die Erholung
- das gute Aussehen bedingt durch die Hautzellenerneuerung
- die Stärkung der Abwehrkräfte
- die Übung wichtiger Körperfunktionen
- die therapierende Wirkung bei Erkrankungen
Badeklima und Aufguss
Typisch für die Sauna ist das Klima im Saunaraum. Die Temperatur beträgt an der Raumdecke etwa 100 °C und fällt zum Boden hin auf etwa 40 °C ab. In der Hauptbadezone (obere - mittlere Bank) herrschen Lufttemperaturen von etwa 60-90 °C. Die Wärmestrahlung ergibt sich jedoch nicht nur aus der Luft - ebenso strahlen die Holzflächen von Decken und Wänden, sowie die heißen Oberflächen des Ofens Wärme aus und dringen in die Haut des Badenden ein (Infrarotstrahlung). Insgesamt werden zwei Drittel der vom Badenden in der Sauna aufgenommenen Wärmemenge wird über diese Wärmestrahlung übertragen.
Der Wasserdampf der Luft in der Sauna (Luftfeuchte) muss so gering sein, dass Wasser aus der (schwitzenden) Haut verdunsten kann, was eine Kühlung der Haut bewirkt.
Durch den Aufguss auf die heißen Ofensteine wird bei jedem Badegang die Feuchte schlagartig erhöht, wobei sich Wasser auf der Haut des Badenden niederschlägt und einen zusätzlichen Hitzereiz erzeugt. Die Luftfeuchte geht danach in wenigen Minuten auf den ursprünglichen Wert zurück, da das Holz etwas Wasserdampf aufnimmt und die feuchte Luft über die Abluftöffnungen entfernt wird. Aufgüsse werden ausschließlich vom Badepersonal durchgeführt!